Herzlich willkommen beim
Mandolinen- und Gitarrenorchester 1956
Hamm-Bockum-Hövel 

 Ein Orchester bei der Belastungsprobe :

So entstand unsere erste CD

 Chronik eines denkwürdigen Erlebnisses

Das Mandolinen- und Gitarrenspiel                      

ist unser Hobby und bedeutet uns viel.

Unsere Musik auf eine CD zu bringen,

das sollte uns doch wohl gelingen.

Wir üben fleißig, sind gut motiviert,

so daß die CD bestimmt super wird.

Und Siegfried sorgt für Zuversicht:

So aufregend wird es sicher nicht.

Wir gehen zwei- dreimal ins Tonstudio rein,

dann werden die Aufnahmen fertig sein.

Doch konnte uns keiner ein Studio nennen,

wo sich 20 Spieler ausbreiten können.

Zum Glück stimmt die Akustik im Jugendheim,

und Charly schleppt seine Gerätschaft hinein.

Mikrophone, Mischpult und Kabelsalat,

am Sonntagmorgen ist alles parat.

Gutgelaunt sind wir hergekommen -

und etliche Illusionen sind zerronnen.

Die Lieder zerstückeln, hier schneiden und dort ?

kommt nicht in Frage, das merkt man sofort.

Konzentriert euch Leute und denkt daran:

Spielt ihr falsch, dann fangt ihr von vorne an.

Bloß nicht bewegen, und ruhig sein,

am besten ihr stellt auch das Atmen ein.“

Der Tonmeister Charly nickt uns zu :

Auf mein Kommando ist sofort Ruh’.

Da sitzen wir nun, los geht es  -  und dann

fangen plötzlich die Finger zu zittern an.

Das schaffen wir nie, denk ich ganz beklommen,

wer ist bloß auf diese Idee gekommen ?

Noch ‘mal von vorne, den Schluß nicht verpassen,

na ja, das kann man vielleicht so lassen.

Das war jetzt in Ordnung, das war doch gut,

so macht uns der Burkhard wieder Mut.

Die Zeit vergeht, es ist schon Mai,

zwei Stücke noch, dann ist es vorbei.

Am Sonntag werden sie aufgenommen -

doch dann ist Charly nicht gekommen.

Wir sind verärgert und voller Wut,

grad’ heute spiel’n wir besonders gut.

Nur halbherzig gehen wir zum nächsten Termin,

das klappt sowieso nicht, die Freude ist hin.

Charly ist pünktlich, doch uns packt der Frust,

es fehlen zu viele, vor allem die Lust.

So gehen wir alle recht sauer nach Haus‘,

pfeif auf die CD, der Spaß ist aus.    -

Doch lassen wir uns von Pannen wie diesen,

die Freude am Spielen nicht vermiesen.

Aber ein neuer Termin - es sei geklagt,

wird am Abend davor wieder abgesagt.

Es fällt immer schwerer, darüber zu lachen,

zu motivieren und mitzumachen.

Erst im September, nach der Ferienzeit

sind die Spieler wieder einsatzbereit.

Damit jeden der richtige Rhythmus packt,

zeigt uns der Burkhard genau den Takt.

Die Instrumente klingen, und mit jedem Ton

verschwinden Unlust und Frustration.

Er ist wieder da, der Spaß am Spielen

und Hoffnung kommt auf, das kann man fühlen.

Auch Charly ist dann noch gekommen,

und hat das letzte Stück aufgenommen.

Nun liegt es an ihm, die Bänder zu mischen

und das kann er gut, das weiß man inzwischen.

Doch wie so oft schon fehlt ihm die Zeit,

und langsam macht sich Unmut breit.

Aber kurz bevor uns die Geduld ausging,

da wurde er gepresst, der Silberling.

Wer sagte es wäre ein leichtes Spiel ?

Doch endlich sind wir nun am Ziel.

Die CD ist fertig - wir können ‘s kaum fassen,

das Ergebnis kann sich wohl hören lassen.

Ein paar kleine Fehler hier und da,

die sind beabsichtigt, ist doch klar !

Wir woll’n uns ja nicht mit Profis messen,

man soll nur unsere Musik nicht vergessen.